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F1 Emy: Fünfjährige Schweizerin begeistert als Karttalent auf Instagram

Emily (5) sitzt seit ihrem dritten Lebenjahr in einem Kart.
Emily (5) sitzt seit ihrem dritten Lebenjahr in einem Kart.Bild: zvg

Fünfjähriges Schweizer Karttalent begeistert auf Instagram Hunderttausende

Während Gleichaltrige mit Barbies spielen, jagt Emily Bestzeiten mit ihrem Kart. Die Luzernerin trainiert gezielt und zieht bereits Aufmerksamkeit von Profis und Sponsoren auf sich.
06.04.2026, 13:1806.04.2026, 13:18
Soraya Sägesser

Während andere fünfjährige Kinder mit Puppen, Autos und Kuscheltieren spielen, sitzt Emily in einem Kart. Mit dem rechten Fuss tritt sie mächtig aufs Gas und flitzt über den Asphalt. Die fünfjährige Luzernerin fährt nicht nur furchtlos – sie hat ein Gefühl für Tempo, das selbst Ältere überrascht.

Schon mit drei Jahren sass sie in einem Kart und wusste schnell, wie sie diesen kontrolliert am Limit durch die Kurven bewegt. Driften ist für das junge Mädchen einfacher als Zähneputzen. Zu Beginn fuhr sie noch einige Runden auf dem Sportplatz um kleine Pylonen, später tauschte sie ihre Rennstrecke gegen die Kartbahn und erhielt ihren ersten Kart. «Mir kamen Tränen, als sie mit drei Jahren mit dem Kart kontrolliert quer fuhr», sagt ihr Vater Mark.

Die Luzernerin begeistert Hunderttausende auf Instagram.
Die Luzernerin begeistert Hunderttausende auf Instagram.Bild: zvg

Er dachte damals nicht, dass ein Mädchen eine Rennfahrerin werden könnte. «Ich sagte mir, wenn ich einmal einen Sohn habe, wird er Rennfahrer», so Mark. Für seine Tochter hat er dennoch ein kleines fahrendes Spielauto gekauft. «Das war viel zu langsam», kommentiert die Fünfjährige mit den pinken Jeans, einer Sonnenbrille im Blumenmuster und einem Selbstbewusstsein wie eine Grosse.

Sie hat einen speziellen Sitz, der sie schützt

Später kaufte er ihr einen Kart. «Der Kart war eigentlich erst ab 14 Jahren, ist aber jetzt schon bald zu langsam für sie», sagt Mark weiter. Doch dank eines selbstgemachten Sitzes aus Karbon sitzt sie sicher im Kart. «Ich würde sie lieber in einen Kart sitzen lassen statt auf einem Pferd», sagt ihr Vater. Denn die Gesundheit des jungen Mädchens ist Priorität. Gleichzeitig trainiert sie neben der Rennstrecke ihren Nacken. «Oh, wir müssen heute noch trainieren», sagt Emily, als sie dem Gespräch lauscht.

Mit vier Jahren begann sie mit dem Simulator-Training. Schalten ist für Emily ein Kinderspiel. «Sie ist nicht auf den Mund gefallen», witzelt ihr Vater. Doch die Fünfjährige entgegnet: «Doch!» Dies aber nur, weil sie die Bedeutung des Sprichwortes noch nicht kennt.

Kürzlich wurde sie vom Schweizer Kartteam Kartbox.ch unter Vertrag genommen. Dort soll sie nicht nur das Kart-ABC lernen, sondern auch allgemeine Dinge, zum Beispiel wie man eine Tasche für ein Rennen packt. Aktuell trainiert sie noch in der Schweiz. In Roggwil BE hat sie mit vier Jahren den Rundenrekord geknackt – und das mit alten Pneus. Doch bald wagt sie den Sprung auf die Rennstrecken im Ausland.

Auch den zweifachen Grand-Prix-Sieger Kimi Antonelli traf die junge Luzernerin.
Auch den zweifachen Grand-Prix-Sieger Kimi Antonelli traf die junge Luzernerin.Bild: zvg

Über 300'000 Personen folgen ihr auf Instagram

Wenn sie wieder auf der Rennstrecke fährt, ist sie nicht zu bremsen. «Langsame Kurven mag sie nicht», sagt ihr Vater. Noch ist Emily kein Rennen gefahren. «Sie kann es kaum erwarten», sagt Mark. Doch ihr erster Auftritt dürfte zu reden geben. Denn die Fünfjährige ist etwa drei Jahre jünger als ihre Konkurrenz. «Sobald sie gegen jemand fahren kann, blüht sie auf», so ihr Vater.

Auf Instagram folgen ihrem Kanal «F1emy» bald 300'000 Personen – die meisten davon aus den USA. Es verblüfft ihren Vater immer wieder. Mit den Formel-1-Fahrern Esteban Ocon und Kimi Antonelli tauschte sich Emily auch schon aus. Die Profirennfahrer gaben zudem Tipps an ihren Vater.

Das eine Video auf Instagram hat bereits über 40 Millionen Aufrufe. Sogar Weltstars wie Usain Bolt, Patrick Dempsey oder Gordon Ramsay reagieren auf ihre Videos – Zahlen, die selbst ihren Vater staunen lassen. Neben Aufrufen, Likes und Kommentaren zählt sie auch auf Sponsoren.

Ihr Vater arbeitet nur für seine Tochter

Im Februar wurde sie nach Zell am See in Österreich eingeladen. Dort durfte sie mit anderen Rennfahrern auf einem gefrorenen See fahren. «Das war mega cool und überhaupt nicht rutschig», sagt Emily und kichert, wie sie dies fast immer macht. Seit über einem Jahr arbeitet Mark nur für seine Tochter. «Es ist leider immer noch eine finanzielle Durststrecke», sagt er. Es gab sogar eine Anfrage von einer grossen chinesischen Firma, die hat die Familie abgelehnt. Denn der Fokus liegt auf den Kartsport.

Doch trotz viel Rennsport vergisst sie nicht, Kind zu sein. Ausserhalb des Karts erobert sie die Herzen mit ihrer niedlichen Art. «Im Kart ist sie im Beastmode», witzelt ihr Vater. Diese Kaltblütigkeit ist in diesem Sport wichtig. Dass sie es einst in den Rennsport schafft, davon ist ihr Vater überzeugt. «Der Einstieg in die Formel 1 ist von mehreren Faktoren abhängig», so Mark.

Emy Sie traf sogar Formel-1-Fahrer Max Verstappen.
Sie traf sogar Formel-1-Fahrer Max Verstappen.Bild: zvg

Das sieht auch das junge Talent: «Ich möchte Formel-1-Fahrerin werden.» Ohnehin ist Emily bereits heute ein grosser Fan der Königsklasse des Motorsports. «Ich mag Lando Norris», sagt sie. Auch von Max Verstappen und Kimi Antonelli ist die Fünfjährige Fan. Noch ist es ein Kindertraum – doch einer, der schon erstaunlich konkret wirkt.

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Resistance
06.04.2026 13:32registriert März 2014
Und warum muss das alles so auf social media ausgedchlachtet werden?
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Gisu
06.04.2026 15:01registriert Juni 2025
Ich hoffe, sie macht es für sich, und nicht für ihren Vater. Ein Kind für ihre Talente auf Socialmedia herumzureichen ist falsch und missbräuchlich. Da sollte auch Watson ein besseres Gespür haben.
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MediumRare
06.04.2026 16:25registriert Oktober 2020
An alle Skeptiker... den Roger National bejubelt ihr auch wenn er auf dem Court zaubert. Was meint ihr wohl wie er es an die Spitz geschaft hat? Mit Nasenbohren und rumhängen oder wie. Seine Eltern haben in seiner Jugend sicher keinen Einfluss auf ihn gehabt, oder? Von nix kommt nix und wenn Talent vorhanden ist darf das auch gefördert werden. Die kleine kann sich ja nicht selber fördern, an Rennen fahren, den Kart schrauben usw.
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